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Presse-Information CBG vom 17.08.21

Vortrag und Diskussion am 21.9.2021 im Forum Leverkusen

Wie weiter nach der Explosion?

Vor Ort im Vortragssaal werden SprecherInnen für O-Töne und Interviews bereitstehen.

Am 27. Juli ereignete sich im Chempark der CURRENTA (ehemals BAYER Industry Services GmbH & Co. OHG) in Leverkusen eine gewaltige Explosion. Ein Tank mit chemischem Sondermüll ging in die Luft. Das nachfolgende Feuer griff auf sieben weitere Tanks über. Die Detonation tötete sieben Beschäftigte, 31 trugen zum Teil schwere Verletzungen davon. Auch Feuerwehrleute erlitten gesundheitliche Schäden. Durch die Explosion offenbarte sich einmal mehr in drastischer Form, dass eine Chemie-Industrie, die unter den Bedingungen kapitalistischer Profitmaximierung arbeitet, tödliche Sicherheitsmängel aufweist. Und es zeigte sich darüber hinaus, dass die Aufsichtsbehörden ihrer Kontroll-Pflicht nicht in ausreichendem Maße nachkommen. Die Bezirksregierung Köln überprüfte das Tanklager zuletzt vor über fünf Jahren und brauchte dazu lediglich eine Stunde.

Vortrag und Diskussion:

Manfred Santen, GREENPEACE-Gutachter und Schadstoffexperte

Beate Hane-Knoll, Bundestagskandidatin Leverkusen/ Köln-Mülheim DIE LINKE

Hanno Raussendorf, Umweltpolitischer Sprecher DIE LINKE NRW

Jan Pehrke, Leitender Redakteur STICHWORT BAYER

Ort und Zeit der Veranstaltung:

21.9.2021

19.00 Uhr

Vortragssaal

Forum Leverkusen

Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen

Vor Ort im Vortragssaal werden SprecherInnen für O-Töne und Interviews bereitstehen.

Wir laden alle JournalistInnen, die Interesse an einer Berichterstattung haben, ein, zu unserer Veranstaltung zu kommen. Auch inhaltliche Fragen im Vorfeld wie im Nachgang sind möglich und ausdrücklich erwünscht.

Die Veranstaltung ist Teil einer Kampagne der CBG, welche die folgenden politischen Ziele verfolgt:

1. Die Offenlegung des Stoffes, der für die Explosion verantwortlich war

2. Verbesserung der Anlagensicherheit und des Katastrophen-Schutzes

3. Die Entschädigung der durch den giftigen Niederschlag der Rauchwolke Betroffenen und die Sanierung der kontaminierten Gebiete.

Marius Stelzmann, Geschäftsführer der Coordination, sagt zu der Veranstaltung:

„Die CURRENTA hat erst mit Verzögerung und unter dem Druck der Umweltministerin genauere Angaben zum Inhalt der Tanks gemacht. Auf unsere Anfrage, an der Veranstaltung teilzunehmen, lehnte Timo Krupp, PR- und Pressechef der CURRENTA ab. BAYER hat auf unsere Anfrage nach Teil- oder Stellungnahme sogar überhaupt nicht geantwortet. Dabei hat die BAYER AG das Entsorgungszentrum errichtet und den Chem „park“ samt Sicherheitsarchitektur konzipiert und gebaut. Erst 2019 hat BAYER die CURRENTA vollständig in die Unabhängigkeit entlassen. Kritische Nachfragen über die Sicherheit des Chem„parks“ müssen also auch an BAYER gestellt werden. An einer öffentlichen Auswertung im Dialog mit der Bevölkerung haben jedoch beide Chemie-Riesen offenbar kein Interesse.“

Pressekontakt:

Marius Stelzmann 0211/ 33 39 11