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Kohlenmonoxid Pipeline

Pressemitteilung, 22. November 2007

Bürgerinitiative "Bau-Stopp der Bayer-Pipeline"
Keine Risiko-Leitung zwischen Dormagen und Uerdingen

Stand der Unterschriften am 22.11.07: 73.900

Gerechte Auszeichnung von Werner Wenning?

Pipeline-Projekt lässt keine Management-Qualitäten erkennen

Die Bürgerinitiative Bau-Stopp der Bayer-Pipeline zeigt sich erstaunt über die Auszeichnung von Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der BAYER AG, mit dem Titel „Manager des Jahres“ des Manager-Magazins.
Das Projekt Kohlenmonoxid-Pipeline zwischen den Chemieparks Dormagen und Krefeld-Uerdingen offenbart eine Reihe von Management-Fehlern.
Neben zahlreichen Bau-Pannen musste Bayer zuletzt einräumen, das Wetter bei seiner Planung nicht bedacht zu haben und nun nicht wie geplant Ende des Jahres mit dem Betrieb der Leitung starten zu können.
Auch der Kommunikationskultur des Bayer-Vorstands mangelt es an Vorbild-Charakter. Werner Wenning beantwortet Briefe mit Fragen nach seiner persönlichen Verantwortung erst gar nicht selbst.
Bedenklich ist schließlich auch die Auslagerung von Kosten und Risiken:
Während sich der Konzern von der 67 km langen Leitung größere Versorgungssicherheit und damit optimierte Betriebsabläufe sowie höhere Renditen verspricht und damit alle Vorteile einstreicht, werden die Lasten des Projekts der Allgemeinheit aufgebürdet.
Die Wertverluste an Privatimmobilien in unmittelbarer Nähe der Trasse werden vom Verband Haus und Grund auf 5 bis 10 % beziffert. Bei 28.000 betroffenen Häusern allein im Kreis Mettmann ergibt dies einen volkswirtschaftlichen Schaden von bis zu 550 Millionen Euro.
Die gesundheitlichen Hauptrisiken tragen die fast 200.000 Anwohner der Pipeline, die im Gegensatz zu den Arbeitern in den Chemieparks über keinerlei Selbstschutz- und Frühwarneinrichtungen verfügen.
Die Hauptlast der akuten Schadensabwehr obliegt den örtlichen Feuerwehren, die über Steuergelder finanziert werden.
Dieter Donner, Pressekoordinator der Bürgerinitiativen: „Erfolgreich managen heißt auch sozial verantwortlich agieren. Was Herr Wenning mit diesem Projekt vorhat, ist leichtfertig und fahrlässig. Darüber können auch öffentlichkeits-wirksam präsentierte Umwelt- und Sozialkampagnen des Bayer-Konzerns nicht hinwegtäuschen. Auch der zu solchen Anlässen als Pate auftretende NRW-Ministerpräsident verstärkt den faden Beigeschmack nur noch mehr.“