deutsch
english
francais
espanol
italiano
Photo
Tickermeldungen

AKTION & KRITIK

CBG im Hambacher Forst
Der BAYER-Konzern zählt mit seinen Kohlendioxid-Emissionen zu den großen Klima-Sündern. Darum beteiligte sich die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN (CBG) im letzten Herbst auch an den Protesten rund um die Klima-Konferenz der Vereinten Nationen (COP 23) in Bonn. Und in diesem Jahr nahm sie an den Demonstrationen im Rheinischen Braunkohle-Revier teil. Zudem bot die Coordination im Klima-Camp einen Workshop zum klima-schädlichen Wirken der nordrhein-westfälischen Chemie-Industrie im Allgemeinen und BAYER im Besonderen an. Dieses hat nämlich maßgeblichen Anteil daran, das Bundesland zum deutschland-weiten Spitzenreiter in Sachen CO2-Emissionen zu machen: Zu den insgesamt rund 900 Millionen Tonnen steuert NRW ca. ein Drittel bei.

Apotheken boykottieren BAYER
„Wegen Glyphosat gestrichen – Wir empfehlen gerne eine Alternative“, dieses Schild hat der Pharmazeut Thomas Riedrich genau dort auf das Regal gestellt, wo seine KundInnen sonst BAYERs ASPIRIN finden. Medizin von einem Konzern, der die Menschen mit anderen Produkten krank macht, wollte Riedrich nicht mehr verkaufen. Eine „zu 100 Prozent positive Resonanz“ erhielt er nach eigenen Angaben auf die Aktion. Inzwischen haben sich auch weitere Apotheken dem BAYER-Boykott angeschlossen.

Brief-Aktion von PETA
Der Leverkusener Multi führt nicht nur Tierversuche in eigenen Labors durch, er vergibt darüber hinaus Aufträge an Fremdfirmen wie LIBERTY (siehe auch TIERE & VERSUCHE). Nach Recherchen der Tierrechtsorganisation PETA herrschen bei diesem US-Unternehmen unhaltbare Zustände. Die Firma bohrt Hunden die Schädeldecke auf, um ihnen Viren direkt ins Gehirn zu injizieren, hält Katzen in völlig überfüllten Gehegen und versorgt sie bei Krankheiten nicht angemessen. PETA hat deshalb einen Offenen Brief an BAYER und andere LIBERTY-Auftraggeber aufgesetzt, der die Konzerne auffordert, zu „hinterfragen, mit wem Sie Geschäfte eingehen“. Bis zum 5. Oktober 2018 hatten 69.786 Menschen das Schreiben unterzeichnet.

Forderung nach unabhängigen Studien
Der Pharmazeut Yoon Loke von der britischen Universität East Anglia hat publizierte und unpublizierte Arznei-Tests, die den gleichen Wirkstoff erprobten, genauer analysiert und dabei eklatante Unterschiede festgestellt. So verschwanden auf dem Weg in die Öffentlichkeit viele Angaben über Nebenwirkungen. „Wir haben seit Langem vermutet, dass das ein großes Problem ist. Deshalb haben wir uns die Ergebnisse klinischer Studien besorgt, die nicht veröffentlicht wurden und haben sie mit publizierten Untersuchungen verglichen. Dabei kam heraus, dass nur ein Teil der auftretenden Nebenwirkungen tatsächlich veröffentlicht wird“, berichtet der Forscher. Karsten Juhl-Jörgensen vom unabhängigen Medizin-Institut Cochrane nahm das zum Anlass, unabhängige Arznei-Studien zu fordern: „Wenn wir ein Produkt getestet haben wollen, möchten wir eine unabhängige Untersuchung. Wenn SAMSUNG zum Beispiel die Qualität seiner eigenen Smart-phones testet, würden wir dieser Untersuchung nicht trauen. Aber wenn es um Medikamente geht, bei denen kleine Fehler über Leben oder Tod vieler Patienten entscheiden können, akzeptieren wir, dass die Hersteller selbst die Sicherheit ihrer Produkte testen dürfen. Das ist paradox!“
KAPITAL & ARBEIT

3,6 Prozent mehr Entgelt
Bei der diesjährigen Tarif-Runde leitete der BAYER-Manager Georg Müller für den „Bundesarbeitgeber-Verband Chemie“ (BAVC) die Verhandlungen mit der IG BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE. Er einigte sich mit der Gewerkschaft auf eine Entgelt-Erhöhung von 3,6 Prozent, wovon bei einer Inflationsrate von derzeit rund zwei Prozent nicht viel übrig bleibt. Zudem erhalten die Beschäftigten eine Einmal-Zahlung von 280 Euro und 600 Euro mehr Urlaubsgeld. Die Forderung der IG BCE, den Chemie-WerkerInnen die Möglichkeit zu eröffnen, auf die 600 Euro zugunsten von mehr Freizeit zu verzichten, lehnte der BAVC ab.

BAYER streicht in Berkeley 227 Jobs
Der Leverkusener Multi hat sein gentechnisch hergestelltes Blut-Präparat KOGENATE weiterentwickelt. Die Innovation beschränkt sich allerdings darauf, den Patienten die Möglichkeit zu verschaffen, die Dosis dem individuellen Bedarf anzupassen. Zur Fertigung des Mittels namens JIVI, dessen Zulassung der Pharma-Riese nach positiven Entscheidungen in den USA und Japan bald auch in der EU erwartet, hat der Konzern schon neue Produktionskapazitäten aufgebaut. Er tat dies allerdings nicht im US-amerikanischen Berkeley, wo eigentlich das Herzstück seiner Blutprodukte-Fertigung liegt, sondern in Wuppertal und Leverkusen. Dass es sich bei Berkeley um einen der wenigen US-Standorte des Unternehmens mit einer gewerkschaftlich organisierten Belegschaft handelt, dürfte dabei eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben. Und Anfang Oktober 2018 bekam die Niederlassung schließlich die Folgen der Investitionsentscheidung zu spüren: Der Global Player kündigte die Vernichtung von 227 Arbeitsplätzen in Berkeley an.

Tod eines Angestellten
Im letzten Jahr nahm sich ein BAYER-Angestellter das Leben, weil er seine Entlassung nicht verkraftete. Der Pharma-Manager sprang aus dem Fenster seines Büros in Leverkusen. Zuvor hatte er sich erfolglos um andere Posten beim Konzern beworben. Vorgesetzten und KollegInnen gegenüber kündigte der Mann die Tat mehrfach an, diese Signale wurden allerdings nicht ernst genommen. In seiner Heimat England kam es deshalb zu einer gerichtsmedizinischen Untersuchung des Todes. Dabei sparte der Sachverständige Grahame Short nicht mit Kritik am Leverkusener Multi: „Arbeitgeber haben eine Fürsorge-Pflicht ihren Angestellten gegenüber (...) Wenn ein Beschäftigter wie (Name ist der Redaktion bekannt) Zeichen von Stress zeigt, sollte das bemerkt werden und Handlungen zur Folge haben.“ Der Global Player ist sich jedoch keiner Schuld bewusst. „BAYER hat klar dokumentierte Richtlinien zur Unterstützung seiner Angestellten, die im Fall von (Name ist der Redaktion bekannt) auch befolgt wurden, inklusive der Unterstützung beim Umgang mit seiner Entlassung“, erklärte ein Unternehmenssprecher.

ERSTE & DRITTE WELT

Armen-Bekämpfung mit Bill Gates
„Verhütungsmittel können mit am besten zur Armutsbekämpfung beitragen“ konstatiert Melinda Gates in einem Beitrag für Die Welt. Weniger Menschen = weniger Armut, lautet die Rechnung ganz nach der Devise des früheren US-Präsidenten Lyndon B. Johnson: „Fünf gegen das Wachstum der Bevölkerung investierte Dollar sind wirksamer als hundert für das Wirtschaftswachstum investierte Dollar.“ Dementsprechend ignorant zeigt sich die „Bill & Melinda Gates Foundation“ den ökonomischen Ursachen von Hunger und Mangelernährung gegenüber. Stattdessen sieht sie es als Entwicklungshilfe an, Millionen Einheiten von BAYERs Langzeit-Kontrazeptivum JADELLE aufzukaufen und an die afrikanische Frau zu bringen. Dabei hat das Medizin-Produkt mit dem Wirkstoff Levonorgestrel nicht nur zahlreiche Nebenwirkungen wie etwa Kopfschmerzen, Depressionen, Gewichtszunahme, Sehstörungen und Migräne, es kommt auch immer wieder zu Komplikationen beim Einsetzen und Herausnehmen der Präparate.

KONZERN & VERGANGENHEIT

Das Sunshine Mining Desaster 1972
Am 2. Mai 1972 ereignete sich das Sunshine Mine Desaster, eines der größten Unglücke in der Geschichte des US-amerikanischen Bergbaus. Nach dem Ausbruch eines Feuers starben 91 Bergleute an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Nicht zuletzt setzten die in Brand geratenen Kunststoff-Materialien, die unter Tage beispielsweise in Leitungsumhüllungen, Sieb-Maschinen und Druckschläuchen Verwendung finden, die giftigen Dämpfe frei. Darum sahen sich neben anderen Firmen auch Kunststoff-Hersteller wie DOW CHEMICAL und die BAYER-Tochter MOBAY, die der Leverkusener Multi im Jahr 1967 ganz von MONSANTO übernommen hatte, Entschädigungsklagen gegenüber. Gemeinsam mussten sie 6,5 Millionen Dollar zahlen. Einen zweiten Prozess allerdings gewannen die Konzerne. Die Anwaltskanzlei „Wheeler Trigg O’Donnell“ rühmt sich noch heute, den Unternehmen damals immense Zahlungen erspart zu haben.

POLITIK & EINFLUSS

NRW bremst beim Kohle-Ausstieg
Die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen tut alles dafür, um BAYER & Co. auch langfristig den Zugang zu den ebenso billigen wie klima-schädlichen Energieträgern zu sichern. So betätigen sich Laschet & Co. in der Kohle-Kommission als Bremser und sprechen sich vehement dagegen aus, den Kohle-Ausstieg „schon“ auf das Jahr 2030 zu terminieren. „Nordrhein-Westfalen ist der bundesweit bedeutendste Standort energie-intensiver Industrien wie Chemie, Stahl, Aluminium und Papier, die auf eine sichere und bezahlbare Stromversorgung angewiesen sind“, hält Landeswirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) fest. Deshalb will Ministerpräsident Armin Laschet den Unternehmen die Braunkohle möglichst lange erhalten. „Aktuelle Studien bestätigen die Erreichbarkeit der Klima-Ziele ohne beschleunigten Ausstieg aus der Braunkohle“, schrieb er gemeinsam mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer in einem Beitrag für das Handelsblatt. Entsprechend zufrieden zeigte sich der nordrhein-westfälische Verband der chemischen Industrie mit der bisherigen Arbeit von CDU und FDP. Es sind „viele Weichen aus Sicht des Chemie-Verbandes richtig gestellt worden“, heißt es in einer Presseerklärung. Und die Schlussfolgerung lautete: „Berlin braucht mehr Düsseldorf.“

Industrie kippt schärferes Klima-Ziel
Die Europäische Union hatte geplant, ihr Klima-Ziel zu verschärfen. Eine Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen von 45 Prozent im Vergleich zu 1990 bis zum Jahr 2030 schwebte der EU vor. Aber der Extrem-Lobbyismus von „Business Europe“ und anderer Einfluss-Organe von BAYER & Co. wusste das zu verhindern. Wie überlegt die Konzerne dabei vorgingen, offenbaren geleakte Unterlagen von „Business Europe“. Der Verband arbeitete vier unterschiedliche Strategien aus, um das Projekt zu Fall zu bringen, und legte diese anschließend seinen Mitgliedern zur Entscheidung vor. Die erste bestand darin, dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüberzustehen, so lange es unverbindlich bleibt und keinen Eingang in die Gesetz-Bücher zu finden sucht. Die zweite optierte dafür, „die üblichen Argumente zu gebrauchen“ und vor den Wettbewerbsnachteilen für europäische Unternehmen gegenüber der globalen Konkurrenz zu warnen, die eine auf die EU beschränkte Klima-Kleinstaaterei mit sich brächte. Der dritte Vorschlag beabsichtigte, den ganzen Prozess in Frage zu stellen, die Belastbarkeit der Zahlen zu bestreiten und vor allem anderen erst einmal eine ökonomische Folgen-Abschätzung auf den Weg zu bringen. Als viertes Mittel, die 45 Prozent zu kippen, stand zur Auswahl, Brüssel dahinzubringen, nicht bei sich selbst, sondern bei den anderen anzufangen. „Der Schlüssel ist, andere große Volkswirtschaften davon zu überzeugen, zur EU aufzuschließen und den Umbau in Europa zum Erfolg zu machen. Dafür brauchen wir Stabilität, um Investitionen zu mobilisieren“, hieß es in dem Papier. Und eine dieser Strategien muss in den Hinterzimmern der Macht schließlich aufgegangen sein. Nach der Schlappe tat ein EU-Sprecher dann kund, der Klimaschutz- und Energie-Kommissar Miguel Arias Cañete habe nie einen offiziellen Vorschlag zur Einführung strengerer Klima-Ziele angekündigt.

BAYERs ehemaliger Chef-Jurist AfDler
BAYERs langjähriger Chef-Jurist Roland Hartwig sitzt heute für die AfD im Bundestag und gehört zu den vier stellvertretenden Vorsitzenden der Fraktion. 2013, noch zu seinen Zeiten beim Leverkusener Multi, war er zu der Partei gestoßen. „Wir müssen Recht und Ordnung in unserem Land wiederherstellen“, meint Hartwig und zeigt sich davon, dass der Klimawandel eine Folge menschlichen Handels und Wandels ist, „nicht überzeugt“. In seinen Vorträgen gelingt es ihm zuweilen sogar, alte und neue Aufgabe zu verbinden, etwa wenn er zum Thema „Deutsche Unternehmen im Fadenkreuz der US-Justiz“ Vorträge hält. Der 64-Jährige kam 1984 zum bundesdeutschen Global Player und stand von 1999 bis zu seiner Demission 2016 der Rechtsabteilung des Agro-Riesen vor. Zudem bekleidete er über einen längeren Zeitraum hinweg den Posten des Vorsitzenden des Rechtsausschusses des „Verbandes der Chemischen Industrie“. Noch heute betrachtet Roland Hartwig es als seine größte Leistung, „einen internationalen Groß-Konzern juristisch durch alle Untiefen geführt zu haben“.

Baumann VCI-Vize
Die Mitglieder-Versammlung des „Verbandes der Chemischen Industrie“ wählte im September 2018 den BAYER-Chef Werner Baumann zu ihrem Vize-Vorsitzenden.

Agrar-Subventionen für Bauer BAYER
Die EU bedenkt den Leverkusener Multi für seinen Grundbesitz und seine Pestizid-Versuchsfelder seit geraumer Zeit mit Agrar-Subventionen. Im Jahr 2017 strich die BAYER REAL ESTATE GmbH 109.206 Euro aus Brüssel ein, die BAYER CROPSCIENCE AG 31.000 Euro und die BAYER CROPSCIENCE GmbH 11.133 Euro.

In diplomatischen BAYER-Diensten
Dr. Gabriele Ney arbeitet bei BAYER in der Krebsforschung und ist mit Dr. Martin Ney verheiratet, dem deutschen Botschafter in Indien. Deshalb ergriff sie die günstige Gelegenheit, für den Leverkusener Multi diplomatisch tätig zu werden und fädelte eine Kooperation des Konzerns mit einer indischen Organisation ein, die Krebs-PatientInnen betreut. Das Unternehmen sponserte ein Projekt, das kranke Kinder mit nährstoff-reichen Lebensmitteln versorgt.

PROPAGANDA & MEDIEN

Millionen für das Gesundheitswesen
Die 55 Unternehmen, die im von BAYER gegründeten „Verband der Forschenden Arzneimittel-Hersteller“ organisiert sind, pflegten die bundesdeutsche medizinische Landschaft im Jahr 2017 mit 605 Millionen Euro (2016: 562 Millionen). Keinen kleinen Teil davon brachte der Leverkusener Multi auf. Er erhöhte seinen Etat noch einmal kräftig um fast 16 Millionen Euro und investierte 56,8 Millionen Euro in MedizinerInnen, ärztliche Standesorganisationen, Selbsthilfegruppen, Institute, medizinische Fachgesellschaften und in von Krankenhäusern betriebene Pharma-Forschung.

Neun Millionen für ÄrztInnen
Von den 56,8 Millionen Euro, die der BAYER-Konzern 2017 ins Gesundheitswesen pumpte (s. o.), erhielten ÄrztInnen ca. 9,3 Millionen. Eine detaillierte Aufschlüsselung des Verwendungszwecks der Gelder gibt das Unternehmen nur für diejenigen MedizinerInnen an, die lieber inkognito bleiben wollen. Mit acht Millionen Euro floss ein Großteil der Summe in diesen Bereich. 3,3 Millionen davon gingen für Vortrags- oder Beratungshonorare drauf; 1.344 Doctores standen dem Leverkusener Multi hier zu Diensten. Reise- und Übernachtungskosten in Höhe von 3,1 Millionen Euro, die bei Kongressen und ähnlichen Veranstaltungen anzufallen pflegen, übernahm der Pharma-Riese für 4.923 Weißkittel.

BAYER bedenkt Fachgesellschaften
Zu den Akteuren des Gesundheitswesens, die BAYER mit hohen Summen bedenkt (s. o.), gehören auch die medizinischen Fachgesellschaften nebst den von ihnen veranstalteten Kongressen und Weiterbildungen. Und wenn sich die Tätigkeiten der Organisationen auf ein Gebiet erstrecken, für das der Konzern die passende Arznei im Angebot hat, überweist er ihnen besonders viel Geld. So konnte sich die „Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit“ im Jahr 2017 über 135.000 Euro freuen – und der Pharma-Riese sicherlich bald über mehr Rezepte für seine umstrittenen Testosteron-Präparate. Die „Deutsche Gesellschaft für Frauengesundheit“ sponserte er mit 34.000 Euro, um seine Verhütungsmittel-Verkäufe anzukurbeln. Die „Frauenärztliche Bundesakademie GmbH“, die Fortbildungsveranstaltungen anbietet, erhielt zu diesem Behufe 124.000 Euro. Das Marktumfeld für seine nebenwirkungsreichen Röntgen-Kontrastmittel GADOVIST, PRIMOVIST und MAGNEVIST gestaltete der Pillen-Riese durch Zuwendungen an die „Deutsche Röntgen-Gesellschaft“ (37.000 Euro) und ihren Kongress (101.000 Euro) freundlicher. Der Absatz-Förderung des gentechnisch hergestellten Augen-Präparats EYLEA dienten Überweisungen an den „Bundesverband der Augenärzte“ (15.000 Euro), die „Augenärztliche Akademie“ (57.000 Euro) und die „Deutsche Gesellschaft für Ophthalmo-Chirugie“ (70.000 Euro). Das meiste Geld aber gab der Leverkusener Multi für die Promotion seines umstrittenen G