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Hormonspirale Mirena

Leserbrief, 7. Februar 2012

Artikel "Wie gut ist die Hormonspirale?" in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift „Eltern“

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 30 Jahren beschäftigen wir uns mit den Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten, die der Leverkusener BAYER-Konzern vertreibt.

In den letzten Jahren wandten sich verstärkt Frauen an uns, die unter schweren Nebenwirkungen der Hormonspirale „Mirena“ leiden. Etwa jede zehnte Anwenderin leidet unter Depressionen, Zyklusstörungen, Gewichtszunahme, Zysten, Akne, Hautkrankheiten oder Kopfschmerzen. Zudem besteht der Verdacht auf Erhöhung des Brustkrebsrisikos. Rund 60% aller MIRENA-Benutzerinnen brechen daher die Anwendung vorzeitig ab. Allein 1700 Frauen unterstützten im letzten Jahr eine Petition, in der die Veröffentlichung aller Risiken der Mirena gefordert wird.

Wir begrüßen es daher, dass Sie sich mit diesem wichtigen Thema befassen. Allerdings wundert es uns, dass Sie ausgerechnet den Frauenarzt Michael Ludwig als Verteidiger der Mirena zitieren. Ludwig ist keinesfalls unabhängig. Er steht seit Jahren in Diensten der Firma BAYER und ist wiederholt auf Werbe-Veranstaltungen des Unternehmens aufgetreten. Diese Abhängigkeiten hätten in dem Artikel unbedingt genannt werden müssen. Besser noch wäre es gewesen, ausschließlich unabhängige Frauenärzte zu befragen.

Mit freundlichen Grüßen,

Philipp Mimkes
Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V.

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