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Duogynon

Presse Information vom 30. April 2009
Coordination gegen BAYER-Gefahren

Gefahr frühzeitig bekannt / Betroffene stehen für Interviews zu Verfügung

BAYER Hauptversammlung: Medikamenten-Opfer verlangen Entschuldigung

ORT: Messe Düsseldorf, Eingang zu den Hallen 8a und 8b
DATUM: 12. Mai, 8.30 Uhr bis 10.30 Uhr

Tausende von Kindern erlitten in den 60er und 70er Jahren schwere Fehlbildungen durch einen hormonellen Schwangerschaftstest, der von der SCHERING AG weltweit unter den Produktnamen Duogynon, Cumorit und Primodos vertrieben wurde. Neben fehlenden Extremitäten gehörten Herzfehler, Gaumenspalten und Hydrocephalus zu den hervorgerufenen Geburtsschäden.

Die Betroffenen verlangen eine Entschuldigung und finanzielle Entschädigungen. Karl Murphy, Betroffener aus Liverpool, wird hierzu am 12. Mai in der Hauptversammlung der BAYER AG sprechen. Vor der Versammlung steht Murphy für Interviews und Rückfragen zu Verfügung.

„Mein Leben ist seit meiner Geburt die Hölle. Natürlich trägt das heutige BAYER-Management keine Schuld für die folgenschweren Entscheidungen in den 60er und 70er Jahren. Doch durch die Übernahme von SCHERING übernimmt BAYER die Verantwortung für alle SCHERING-Produkte. Es ist überfällig, dass die Firma auf die Opfer von Duogynon und Primodos zugeht“, so Karl Murphy. Der 36-jährige Computertechniker reist auf Einladung der Coordination gegen BAYER-Gefahren nach Deutschland.

In Großbritannien stellte die Ärztin Isabel Gal schon 1967 fest, dass Mütter missgebildeter Kinder zu einem überdurchschnittlich hohen Prozentsatz hormonelle Schwangerschaftstests verwendet hatten. Ein Marktforscher der britischen SCHERING-Tochter fand heraus, dass Geburtsschäden bei Neugeborenen in Regionen mit höheren Duogynon-Verkaufsziffern auffallend häufig waren. Die britischen SCHERING-Manager wiesen die Berliner Zentrale Ende der 60er Jahre mehrfach auf die Verdachtsmomente hin. Trotzdem stellte das Unternehmen den Verkauf des Mittels in Deutschland erst 1981 ein.

Die Firma SCHERING, Weltmarktführer für Kontrazeptiva, war 2006 von BAYER übernommen worden. Duogynon/Primodos enthielt die selben Hormone, die als „Pille“ verkauft wurden - jedoch in rund 40facher Konzentration. Die Warnungen vor hormonellen Schwangerschaftstests, für die seit 1970 vollkommen ungefährliche Urintests als Alternative bereitstanden, wurde in den Wind geschlagen, um negative Publicity für Kontrazeptiva zu vermeiden.

Weitere Informationen zu Duogynon

Kontakt Karl Murphy (englisch): 0044 - 151 430 7899, Email kcbm@blueyonder.co.uk